Homöopathie

Die homöopathische Anamnese

Bei der homöopathischen Fallaufnahme stellt Ihnen der Therapeut eine Reihe von Fragen, auf der Suche nach typischen und untypischen Symptomen der Erkrankung Ihres Tiers. Besonders interessant sind hierbei die für den Patienten charakteristischen, ungewöhnlichen Symptome. Sie spiegeln den individuellen Krankheitsverlauf wieder und sind somit Wegweiser für die richtige Mittelwahl. Auch der Charakter Ihres Tieres, seine Eigenheiten und Vorlieben sind ein entscheidender Aspekt. Vor allem in chronischen Fällen ist es wichtig den Patienten in seiner Gesamtheit zu erfassen. Hierauf basiert die Wahl der sog. Konstitutionsmittel. Die Potenz richtet sich danach ob die Erkrankung akut oder chronisch ist und nach der körperlichen Verfassung des Patienten. Bei chronischen Erkrankungen eignen sich oft hohe Potenzen, welche nur selten (einmal im Monat) gegeben werden. Besonders in chronischen Fällen ist oft eine zeitaufwendige Auswertung der Symptome nötig um das passende homöopathische Mittel zu finden. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Erstanamnese etwas zeit- und kostenintensiver ausfallen kann. Und der vollständige Therapieplan oft erst beim nächsten Termin vorliegt. Die Folgebehandlung, im selben Fall, fällt in der Regel günstiger aus.

Klassische Homöopathie

Samuel Hahnemann hat vor über 200 Jahren die Homöopathie als Therapieform begründet. Er stellte die Theorie auf, dass ein Mittel/Stoff, der bei Gesunden einen krankhaften Zustand hervorruft, in stark verdünnter Form einen ähnlichen krankhaften Zustand bei einem Kranken aufheben kann.

„Similia similibus curantur“ – „Ähnliches wird Ähnliches heilen“

alternativtext

Am gesunden Probanden wird die Ursubstanz (unverdünnte Arznei) getestet und alle krankhaften Symptome dokumentiert.
Daraus ergibt sich das Arzneimittelbild. Dieses Arzneimittelbild wird vom Homöopathen mit den Symptomen des kranken Patienten verglichen.
Je ähnlicher beide sich sind,
desto wahrscheinlicher wurde
das passende Mittel gewählt.


Vorraussetzung ist jedoch, dass der Organismus noch fähig ist zu reagieren. Sehr junge, sehr alte, sehr geschwächte und sehr kranke Tiere haben eine herabgesetzte Reaktionsfähigkeit. Hier hat die Homöopathie ihre Grenzen.

Die homöopathischen Arzneien werden in einem aufwendigen Verfahren über mehrere Verdünnungsstufen hergestellt. Es gibt sie in vielen verschiedenen Darreichungsformen, wie etwa Globuli (kleine Milchzuckerkügelchen benetzt mit der Arznei), Tabletten, Tropfen, Ampullen zur Injektion, Salben etc…

Komplexmittel

Die so genannten Komplexmittel bestehen aus einer Kombination verschiedener homöopathischer Arzneien mit ähnlichem Wirkspektrum. Die Arzneien sollen sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen. Im Gegensatz dazu arbeitet die klassische Homöopathie (im Sinne Hahnemanns) vorwiegend mit einem einzigen Mittel, welches den Symptomen des Kranken am ähnlichsten ist.

Antihomotoxische Therapie nach Reckeweg

Der deutsche Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg war der Überzeugung, daß Krankheit durch eine Überschwemmung des Körpers mit innerlichen und äußerlichen Giften entsteht. Dadurch gerät der Körper aus dem Gleichgewicht und reagiert mit Krankheit auf das Gift. Ziel der antihomotoxischen Therapie ist die Stimulation der körpereigenen Abwehr und Ausscheidung schädigender Homotoxine (Gifte). Mit homöopathisch aufbereiteten Kombinationspräparaten wird der Körper bei der Selbstheilung unterstützt.